Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgänge der HLBLA St. Florian besuchten am 20. und 27. November 2019 das Zeitgeschichte Museum Ebensee und die KZ-Gedenkstätte.

Die Schülerinnen und Schüler der HLBLA St. Florian begaben sich im Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung am 20.11.2019 (4b) und am 27.11.2019 (4a) auf Exkursion nach Ebensee. Besucht wurden das Zeitgeschichtemuseum sowie die KZ-Gedenkstätte Ebensee.

Am Vormittag erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen interessanter Workshops in der Kleingruppe verschiedene Teilbereiche zum NS-System (z. B. Propaganda, "Anschluss", KZ-System). Danach wurden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt. Die Workshops boten den Schülerinnen und Schülern der Höheren Landwirtschaftlichen Bundeslehranstalt St. Florian die Möglichkeit, ihr Wissen zum Nationalsozialismus und zum Zweiten Weltkrieg, aber auch zur Rolle Österreichs während der NS-Zeit zu erweitern und zu vertiefen.

Am Nachmittag besichtigte man gemeinsam das noch begehbare Stollensystem des ehemaligen Konzentrationslagers Ebensee (Tarnname "Zement") sowie den KZ-Friedhof.

Im Konzentrationslager Ebensee, das als Nebenlager des KZ Mauthausen fungierte, starben in der Zeit von November 1943 bis Mai 1945 ca. 8.800 Häftlinge.

Ab Ende 1943 mussten Häftlinge im KZ Ebensee, einem Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen, Stollen für die unterirdische Rüstungsproduktion der Nationalsozialisten graben. In der Spätphase des Lagers 1945 wurde Ebensee zum Ziel von Massentransporten aus evakuierten Lagern, im überfüllten Lager herrschten katastrophale Verhältnisse.

Die KZ-Gedenkstätte Ebensee umfasst den KZ-Friedhof mit Denkmälern, einen begehbaren Teil der Stollenanlage mit einer Ausstellung und den „Löwengang“, der als Weg der Häftlinge das Lager mit dem Steinbruch verband. Der Großteil des Areals des ehemaligen Konzentrationslagers ist heutzutage mit Siedlungshäusern überbaut, am Eingang zur Wohnsiedlung steht noch der Torbogen des Konzentrationslagers.

NS-Gedenkstätten und Gedächtnisorte an die NS-Zeit im Allgemeinen finden sich in allen Bundesländern. Sie sind wichtige Orte für die Erinnerung an das Leiden und Sterben so vieler Menschen und zugleich Herausforderung für das Verstehen: Wie konnte es geschehen bzw. wie konnte eine Gesellschaft bereit sein, diese Verbrechen zu begehen und zu unterstützen?

„Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ (George Santayana)