„Auswirkungen der Duroc-Einkreuzung in der biologischen Schweinemast auf Wachstum und Fleischqualität“ – dies ist nur eines der spannenden Themen, mit denen sich heuer MaturantInnen der HLBLA St. Florian im Rahmen ihrer Diplomarbeit beschäftigten. Alle Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen absolvierten einen Teil ihrer Reife- und Diplomprüfung durch das Verfassen einer umfassenden schriftlichen Arbeit. Auf diese Art und Weise konnten sie erste wissenschaftliche Erfahrungen sammeln. Die Präsentation und Diskussion aller Diplomarbeiten fand bereits im Juni statt. Im Rahmen der Übergabe der Reife-und Diplomprüfungszeugnisse am 28.06.2019 wurden nun auch die besten Arbeiten mit Geldpreisen prämiert.

Die Diplomarbeit ist eine in der Regel von Schülerteams durchgeführte, in sich geschlossene, außerhalb des Unterrichts im gesamten 5. Schuljahr erstellte Arbeit. Die Themenstellungen weisen einen land- und forstwirtschaftlichen oder diesem Berufsfeld verwandten Charakter auf und sind originell, aktuell und in vielen Fällen äußerst innovativ. Die Durchführung ist häufig in Kooperation mit namhaften außerschulischen Partnern erfolgt. Im Zuge der Präsentation findet auch eine Diskussion der Ergebnisse mit den BetreungslehrerInnen statt. Dabei handelte es sich um eine öffentliche Veranstaltung, deren Ergebnis in der Beurteilung der Diplomarbeit Berücksichtigung findet.

Die am besten bewerteten Arbeiten der HLBLA St. Florian wurden anschließend einer Jury noch einmal präsentiert und erhielten Preise, die vom Elternverein und Absolventenverband mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer für OÖ, dem OÖ Biomasseverband, der Raiffeisen-Landesbank, der RWA Raiffeisen Ware Austria AG, der Berglandmilch, der SaatbauLinz, des Maschinenrings OÖ und der Österreichischen Hagelversicherung gestiftet wurden.

In diesem Jahr wurden insgesamt sechs Arbeiten prämiert. Theresa Prühlinger und Bernhard Ecker wurden für ihre Diplomarbeit mit dem Thema „Auswirkungen der Duroc-Einkreuzung in der biologischen Schweinemast auf Wachstum und Fleischqualität“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Platz 2 erreichten Clemens Heitzeneder und Michael Reder, die sich in ihrer Diplomarbeit mit dem Vergleich unterschiedlicher Saattechniken bei Körnerhirse im Hinblick auf deren Auswirkung auf den Ertrag, den Unkrautdruck und die Wirtschaftlichkeit beschäftigten.

Georg Falzberger und Markus Schätz erhielten für ihre Untersuchung zum „Einsatz mechanischer Unkrautregulierung im herbizidfreien konventionellen Körnermaisanbau“ den dritten Platz.

Welche Chancen alte Apfelsorten hinsichtlich Anbau und Konsumverhalten bieten, wurde in der Diplomarbeit von Ellena Lasisch und Gregor Luger analysiert, welche damit den vierten Platz erreichten.

Martin Zoidl untersuchte in seiner Arbeit den Einfluss automatischer Melksysteme auf die Käsetauglichkeit von Heumilich in Österreich und er erreichte damit den 5. Platz.

Der sechste und letzte Platz der prämierten Diplomarbeiten ging an Sebastian Pöchtrager und Matthäus Pühringer, die die Wirtschaftsweise und Biodiversität von Grünlandflächen mit Bio-Heumilichwiesen und Bio-Milchwiesen verglichen.

„Lernen, Lehren, Forschen & Entwickeln und die Umsetzung von Projekten, das sind die Säulen unseres Bildungskonzeptes. So können wir die Neugier und den Forschergeist junger Menschen in Innovation ummünzen und letztendlich einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Absicherung des Wohlstands unserer Gesellschaft leisten“, meinte Direktor Hubert Fachberger.

Weitere Bilder der Preisträger/-innen: https://www.derflorianer.at/diplomarbeiten-2019-praemiert/