Schulbesuch in St. Florian – Bildung stärkt den ländlichen Raum und schafft Zukunft: Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger tauschte sich bei ihrem Besuch der HLBLA St. Florian in Oberösterreich mit Schülerinnen und Schülern aus.

Im April besuchte Ministerin Elisabeth Köstinger (Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus) die Höhere landwirtschaftliche Bundeslehranstalt in St. Florian. In Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und dem Direktor der Schule, Dipl.-Ing. Dr. Hubert Fachberger, überzeugte sich die Ministerin von den Ausbildungs- und Bildungsangeboten sowie von den Räumlichkeiten der Schule selbst.

Schon seit mehr als 45 Jahren bildet die fünfjährige höhere landwirtschaftliche Bundeslehranstalt mit Maturaabschluss erfolgreich Führungskräfte für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum aus.

Die Schule im Grünen bietet geräumige Klassen, moderne Labors, Werkstätten und ein neues Fleischverarbeitungszentrum.

Ebenso bietet die Schule auch ein modern ausgestattetes Internat an, wo rund zwei Drittel der knapp 270 SchülerInnen untergebracht sind.

An der HLBLA St. Florian, der zukunftsorientierten Schule für alle an Landwirtschaft und Natur interessierten Buschen und Mädchen im Alter von 14 Jahren, ist es neben dem Fach- und Praxiswissen auch essentiell, soziale Kompetenzen zu vermitteln. Die Kinder und Jugendlichen lernen so einen respektvollen Umgang miteinander und auch, dass Bildung mehr bedeutet, als bloßes Faktenwissen.

Auch die Themen Klima, Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden an der HLBLA St. Florian großgeschrieben. So wurde der Schule auch dieses Jahr wieder – gemeinsam neben 36 weiteren heimischen Schulen und einem Kindergarten -  das Österreichische Umweltzeichen verliehen. Hiermit werden die pädagogischen Einrichtungen für ihr Engagement in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz sowie Bildung und nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

Diese Bildungseinrichtungen leisten einen wesentlichen Beitrag zu den von der UNO-Generalversammlung in New York am 25. September 2015 beschlossenen Zielen für nachhaltige Entwicklung. Diese Sustainable Development Goals (SDGs) gelten auch für Österreich – auch wir sind gefordert, uns für hochwertige Bildung, Gesundheit und Wohlergehen, nachhaltigen Konsum und den Erhalt der Biodiversität einzusetzen, um nur einige der definierten Ziele zu erwähnen. Mit dem Österreichischen Umweltzeichen werden konkrete Umsetzungsschritte und Maßnahmen im Sinne des SDGs gesetzt.

Umweltzeichen-Schulen achten auch auf umweltfreundliche Schulmaterialien und auf einen sorgsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen wie Wasser und Energie. Das Lernklima wird durch bewegten Unterricht, einem sozialen Schulklima, Methodenvielfalt und Teamarbeit in Projekten gefördert. Die zahlreichen Maßnahmen nutzen nicht nur der Umwelt, sie führen auch zu einer Verbesserung der Teamarbeit innerhalb der Schulgemeinschaft und des Schulklimas.

Dass diese Themen aktueller denn je sind, vor allem bei der Jugend, zeigen nicht nur die wöchentlich in unterschiedlichen Städten stattfindenden „Fridays For Future“ Veranstaltungen. So werden z.B. auch aktuelle klimapolitische Diskurse und Lösungsmöglichkeiten im Rahmen diverser Workshops und im gezielten Projektunterricht bearbeitet, analysiert und besprochen. Mithilfe unterschiedlicher Zugänge – z.B. finden im Projektunterricht Simulationsspiele (z.B. „Fish Banks“) statt – kann z.B. ein tieferes Verständnis für das Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie ermöglicht werden.

Somit zeigt sich, dass die Umwelt ein wichtiges Thema ist, welches nicht vernachlässigt werden darf und wo nur gemeinsam Lösungen gefunden werden können und um es mit einem alten Sprichwort zu sagen: „Wir erben die Erde nicht von unseren Vorfahren, wir leihen sie von unseren Kindern.