Literatur hat einen wichtigen und bedeutenden Platz im Deutschunterricht, was an der HLBLA St. Florian im Rahmen von Exkursionen und mithilfe diverser Workshops/Projekte im Laufe des Schuljahres vermittelt wird.

In der Höheren landwirtschaftlichen Bundeslehranstalt St. Florian bekommen die Schülerinnen und Schüler neben einer fundierten landwirtschaftlichen und technischen Ausbildung in Fachtheorie und Praxis auch interessante Einblicke in Kultur und Literatur.

Die Florianerinnen und Florianer nehmen im Laufe des Schuljahres immer wieder an diversen Exkursionen, Lehrausgängen und Projekten teil, um ihr bestehendes Wissen zu erneuern, zu vertiefen oder zu erweitern.

Die Wichtigkeit von Kunst, Kultur und Literatur geht in unserer heutigen hektischen und schnelllebigen Zeit immer mehr verloren. Das Lesen eines Buches verkommt gegenwärtig oftmals zu einer Seltenheit. Doch damit wird auch gleichzeitig das Wissen rund um bekannte und beispielhafte Autoren und Werke der Weltliteratur geschmälert. Schon der englische Philosoph Francis Bacon (1561-1626) betonte die Chancen und Möglichkeiten, welche sich z.B. mit dem Lesen eröffnen würden: „Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.“

Literatur regt nicht nur die Phantasie an und ist oftmals zeitlos, sie ermöglicht es uns auch, fremde Welten und Charaktere kennenzulernen, was für die Reflexion und Selbstreflexion des eigenen Ichs einen maßgeblichen Beitrag leisten kann. Damit kann z.B. die Empathiefähigkeit, sich also in andere Personen hineinzuversetzen, um deren Einstellungen besser verstehen zu können, gefördert werden.

Zum Kanon der Weltliteratur zählt z.B. „Von Mäusen und Menschen“ (Originaltitel: „Of Mice and Men“) vom Autor John Steinbeck, erstmalig erschienen 1937 und 1940 ins Deutsche übersetzt.

Im Buch schildert Steinbeck die tiefe Freundschaft und Verbundenheit zwischen zwei amerikanischen Landarbeitern, dem geistig behinderten Lennie und dem lebensgewandten George. Ihr „American Dream“ von einer eigenen Farm scheitert auf brutale und schreckliche Weise. Der fiktive Roman spielt dabei in Kalifornien der 1930er-Jahre.

Die Schülerinnen und Schüler besuchten im März die Aufführung der Geschichte in der Tribüne Linz – dem Theater am Südbahnhofmarkt. Nach der Vorstellung hatte man in Form einer Nachbesprechung die Möglichkeit, den Schauspielerinnen und Schauspielern Fragen zu stellen, z.B. zur Geschichte selbst, zum Beruf des Schauspielers oder zur Ausbildung. Auch gab das Team hilfreiche Tipps, wie man z.B. gezielt mit seiner eigenen Nervosität umgehen kann.

Mithilfe von Workshops und einem fächerübergreifenden Unterricht wird überdies von Seiten der HLBLA St. Florian versucht, den Schülerinnen und Schülern zusätzliche wichtige Kompetenzen zu lehren und lernen.

So fand z.B. während des Schuljahres ein fächerübergreifendes „Literatur-Projekt“ statt, in welchem George Orwells „Farm der Tiere“, erschienen im Jahr 1945 unter dem Originaltitel „Animal Farm“, zunächst im Englischunterricht gelesen und besprochen und danach im Deutsch- und Geschichteunterricht analysiert und nachbearbeitet wurde. Als Jahreslektüre wurde mit den Schülerinnen und Schülern Orwells zweiter dystopischer Roman „1984“ gelesen, welcher in Zeiten des Internets, der Überwachung und des Datenschutzes fast schon zeitlos wirkt.

Als Fazit oder Resümee kann gesagt werden, dass Bücher und Literatur immer noch einen wichtigen Bestandteil in Bildung und Ausbildung haben und auch zukünftig noch haben werden.