Am 31. Jänner 2019 fand im Festsaal der HLBLA St. Florian der sehr gut besuchte Schweinehaltungsfachtag der Wintertagung 2019 des Ökosozialen Forums statt.

Diese mit langer Tradition stattfindende Veranstaltung ist ein wichtiger Treffpunkt  der Protagonisten der Schweinebranche Österreichs und so nahmen auch heuer wieder viele Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und den Medien teil.

Das Generalthema lautete dieses Jahr: „Wer ernährt die Welt, wer verzehrt die Welt, wer erklärt die Welt?" Auch zahlreiche interessierte Schülerinnen und Schüler der HLBLA St. Florian nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Schweinemarkt und seinen Herausforderungen auseinanderzusetzen.

Im ersten Vortragsblock wurde eine groß angelegte Umfrage unter den angehenden und jungen HofübernehmerInnen mit Schweinhaltung zu deren Sichtweisen und Einstellungen erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Anschließend wurde die Zukunft des österreichischen Schweinemarktes thematisiert und bei einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion diskutiert. Den Abschluss des Vormittags machten Dr. Schlederer von der österreichischen Schweinebörse, der mit der Forderung nach einer Schweinebestandsreduktion zur Entlastung des europäischen Schweinemarktes aufhorchen ließ, und der Ethiker  Dr. Christian Dürnberger, der die Veränderung der Bedeutung der Landwirtschaft innerhalb der Gesellschaft für die häufigen Spannungen zwischen Schweineproduzenten und Konsumenten verantwortlich macht.

Der Nachmittagsblock war aktuellen Gesundheitsproblemen in der Schweinehaltung wie der Schweinepest und dem Schwanzbeißen und möglichen Vermeidungsstrategien gewidmet.

Abschließend stellte DI  Johann Stinglmayr vom VLV Oberösterreich den österreichischen Weg zur Lösung des internationalen Ferkelkastrationsdilemmas dar.

Als Resümee des Schweinefachtages 2019 kann man festhalten, dass  die nationale und internationale Schweinebranche auch in den kommenden Jahren gravierende Veränderungen erleben wird, was als Problem, gleichzeitig aber auch als Chance für die österreichische Schweineproduktion gesehen werden kann. Wissen und Bildung  wird beim Treffen der richtigen Entscheidungen jedenfalls wichtiger denn je!