Mit Unterstützung der Agrarbehörde Oberösterreich wurde den 4. Jahrgängen der HLBLA St. Florian im Rahmen eines Workshops der Umgang mit Instrumenten und Methoden der Vermessungstechnik nähergebracht. 

Die genaue Vermessung von Grundstücken ist eine wichtige Voraussetzung für die moderne Landwirtschaft. Jede/r Landwirt/in sollte über die Größe der Flächen, die er/sie bewirtschaftet Bescheid wissen und die Grenzverläufe und deren Genauigkeit in den verschiedenen behördlichen Aufzeichnungen, wie Grundsteuer- und Grenzkataster kennen. Die Experten der Agrarbehörde, die sich tagtäglich im Rahmen von Grundzusammenlegungsverfahren mit dem Vermessen landwirtschaftlicher Flächen beschäftigen, vermittelten den Schülerinnen und Schülern der 4. Jahrgänge moderne und gängige Vermessungsmethoden.

Der ganztägige Workshop wurde im Freien am Schulgelände abgehalten. Der Leiter des technischen Dienstes DI Franz Hochreiter präsentierte zunächst die Aufgaben und Leistungen der Agrarbehörde (früher Agrarbezirksbehörde). Das erfahrene Vermesserteam hatte im Vorfeld praxisrelevante Aufgaben für die SchülerInnen vorbereitet. Mit dem Nivelliergerät wurden die Höhenunterschiede einer zuvor abgesteckten Fläche vermessen. Die Messwerte wurden in ein Protokoll übertragen, die Höhen berechnet und die Messpunkte in einem Plan mittels Handskizze eingezeichnet. In weiterer Folge wurden der Theodolit und ein professionelles GPS Messgerät erklärt. Die SchülerInnen hatten die Aufgabe, bereits vermessene und mit Bodennägeln gekennzeichnete Punkte mit Hilfe der Messgeräte zu finden. Die hohe Messgenauigkeit war erstaunlich. Mittels GPS kann auf wenige Millimeter genau vermessen werden. Neue Flächen sind daher wesentlich genauer als bestehende Grenzen, die teilweise noch auf die Vermessungen unter Maria Theresias Zeiten zurückgehen.