An der HLBLA St. Florian werden neben dem Lehren, Lernen und dem Arbeiten in den Werkstätten, das gemeinsame Erleben von Festen und Feiern im Jahreslauf hochgehalten.

Den Schulanfang der 4. Jahrgänge mit einem gemeinsamen Fest der ganzen Schulgemeinschaft Ende Oktober zu begehen, hat mittlerweile schon Tradition. Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt des schulischen Geschehens. So ist es für die HLBLA St. Florian nur selbstverständlich, dass sie neben der fundierten fachlichen Ausbildung, Menschen begeistern will.

Im schönen Ambiente der Stiftskirche St. Florian, musikalisch umrahmt vom imposanten Schulorchester, feierten nun SchülerInnen, Eltern, Ehrengäste und LehrerInnen gemeinsam Erntedank.  Es war ein Anlass um Haltungen, wie Dankbarkeit, Gerechtigkeit, Demut zu reflektieren und sich seiner Grenzen bewusst zu werden. Feiern motiviert aber auch und regt zum Lehren und Lernen an. An der Florianer Schule wird Bildung als ein unangreifbarer Besitz, ein nie abgeschlossener Prozess, in dessen glücklichem Verlauf eine selbständige und selbsttätige, problemlösungsfähige und lebenstüchtige Persönlichkeit entstehen soll, gesehen. Kurz gesagt, Schule ist nicht nur Wissenshort und Ort der Weitergabe von Wissen. Bildung ist vielmehr das Bewusstsein der Zusammenhänge und die Begeisterung für die Vielfältigkeit, die an der HLBLA St. Florian geboten wird.

Dass Schülerinnen und Schüler an der Vorbereitung und Abwicklung des Erntedankfestes eingebunden waren, zeigt, wie Möglichkeiten zum „Erarbeiten“ von Wissen geboten werden können. „In St. Florian wurde und wird immer größter Wert darauf gelegt, durch Arbeit zu eigenständigen Leistungen zu gelangen, im Praxisunterricht genauso, wie in der Fachtheorie oder in der Allgemeinbildung.“, so Direktor Dr. Hubert Fachberger.

Passend zum Erntedankfest wurde unter Federführung von Dr. Klaus Quell, Deutschlehrer an der HLBLA St. Florian, ein Buch mit dem Titel „Von den Bauern – Eine Textgalerie“ herausgegeben. Diese Textgalerie ist aus einem über 15 Jahre dauernden Projekt aus Schreibwerkstätten mit Schülerinnen und Schülern entstanden. Dadurch wird die Brücke zwischen Allgemeinbildung und Berufsbildung, Literatur und Tradition, Landwirtschaft und Moderne sowie Lernen und Feiern geschlagen.