Im Rahmen des Besuches der höheren Landwirtschaftsschule aus Bourges (LEGTA Bourges) an der HLBLA St. Florian konnten die französischen Gäste und Florianer SchülerInnen aktuelle Herausforderungen der Landwirtschaft mit Experten diskutieren.

Für die Gäste aus Frankreich, eine Gruppe mit 12 Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrkräften, standen an einem Tag ihrer einwöchigen Österreichreise, die Besichtigung der HLBLA St. Florian und Fachvorträge zu Neugründungen in der Landwirtschaft und zur Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union auf dem Programm.

Die vom Netzwerk Existenzneugründung in der Landwirtschaft angebotenen Informationen wurden von Thomas Huemer sehr spannend präsentiert. In der anschließenden Diskussion wurde klar, dass sowohl in Österreich als auch in Frankreich Handlungsbedarf besteht, damit Höfe ohne Nachfolger in Zukunft weiter bewirtschaftet werden. Während bei uns Neueinsteiger mit innovativen und neuen Lösungen schon auf kleinen Flächen erfolgreich sind, liegen die Durchschnittsgrößen der französischen Betriebe in der Region südlich der Loire bei 150ha. Außerdem unterscheiden sich topografische und klimatische Bedingungen erheblich.

Gleichermaßen schwierig in Frankreich und in Österreich ist die Situation für Neueinsteiger von der bäuerlichen Nachbarschaft akzeptiert zu werden und sich integrieren zu können. Es bedarf daher sozialer Innovationen, damit diese Chancen für die Entwicklung ländlicher Gebiete besser genutzt werden können.

Die Präsentation von Herrn DI Wolfgang Löberbauer (Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung, Abteilung Land- und Forstwirtschaft) über die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union brachte interessante Fragen auf, die eine rege Diskussion über die Unterschiede der Förderung der Landwirtschaft in Österreich und Frankreich entfachten.

Das gemeinsame Mittagessen und die Schulführung, bei der über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten gesprochen wurde, bildeten den Abschluss des Treffens.