Cintia Rodrifuez FrancoDer Maturajahrgang 5a der hlfs St. Florian unterstützt seit 2005 ein Mädchen aus Bolivien finanziell durch eine Patenschaft.

Vier Jahre lang übernahm der 5a Jahrgang die Patenschaft für ein bolivianisches Mädchen und zeigte damit sein soziales Engagement.

Bolivien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Vor allem die Situation der Kinder ist besonders alarmierend: 22 Prozent aller Kinder zwischen 5 und 14 Jahren verrichten Kinderarbeit, etwa genauso vielen bleibt der Zugang zur Grundschule verwehrt. Nur 57 Prozent der Jungen und 56 Prozent der Mädchen besuchen eine weiterführende Schule.

Im Jänner 2005 übernahm der jetzige Maturajahrgang 5a die Patenschaft für Cintia Rodriguez Franco. Die 1997 geborene Tochter bolivianischer Bauern aus der Gemeinde Caramarka gehört der indigenen Gruppe der Quechua an.

Einen Euro pro Monat spendete zu Beginn jeder bzw. jede der damals 31 SchülerInnen. Die Gesamtsumme der Spenden an die Kindernothilfe ergab im Laufe dieser vier Jahre etwa 1500 Euro. Mit diesem Geld wurden Gemeinwesenprojekte in den indigenen Gemeinden unterstützt, um die Lebens- und Wohnsituation sowie die Grundbildung  der Kinder selbst verbessern zu können.

Ebenso wurden die Eltern von Cintia sowie andere Kleinbauern beim Anbau von Minze und Kamille mit Seminaren und Maschinen unterstützt, eine Firma konnte als Direktabnehmer gewonnen werden. Dadurch verbesserte sich die wirtschaftliche Lage der Gemeinden enorm.

Während der gesamten Dauer der Patenschaft standen die SchülerInnen des  5a-Jahrgangs in ständigem Briefkontakt mit Cintia. Besonders über die selbst gebastelten Weihnachtsgrüße, die alljährlich von ihrem Patenkind eintrafen, freuten sich die SchülerInnen.

 

Der 5a Jahrgang hofft mit gutem Beispiel vorangegangen zu sein und mit diesem positiven Bericht auch andere Jahrgänge zu motivieren, eine Patenschaft zu übernehmen.