Ende Oktober machte sich der 3a-Jahrgang mit seinen Betreuungslehrern Maria Möslinger und Günther Macherndl auf den Weg nach Gmunden zum Forstkurs. Dort genossen die SchülerInnen eine professionelle forstliche Ausbildung und auch der Spaß kam nicht zu kurz.

SchülerInnen in bunter ForstkeidungDie Schüler bezogen ihr Quartier im Landschloss Ort, das direkt gegenüber dem berühmten Seeschloss liegt und in dem die forstliche Ausbildungsstätte untergebracht ist, in der Interessierte aus der ganzen Welt Fort- und Weiterbildungskurse besuchen können.

Bevor es für die Schüler am Montagnachmittag in den Wald ging, erfuhren sie in einer theoretischen Einführung Wichtiges zu Themen, wie Sicherheit bei der Forstarbeit, Schnittarten und Fälltechniken und Umgang mit der Motorsäge.

In drei Workshops hieß es dann für alle folgendes Programm zu absolvieren: an einem bereits vorbereiteten Baumstamm verschiedene Schnittübungen (Fallkerb, Herzstich, Trennschnitte) durchführen, einen mit Schwierigkeiten gespickten Parcours mit einem Steyr Forsttraktor der neuen Serie MT 9105 bewältigen und Bäume mit Steigeisen besteigen, was besonders viel Spaß bereitete.

Vom anstrengenden Tagesprogramm müde, machte sich nach einem köstlichen Abendessen trotzdem ein Großteil der Klasse auf, um die Stadt Gmunden zu erkunden.

Am nächsten Morgen warteten alle gespannt im Hof der forstlichen Ausbildungsstätte auf ihre Lehrer, keiner wusste, was an diesem Tag auf ihn zukommen sollte. Nach der Gruppeneinteilung im Wald und einer kurzen theoretischen Einführung durfte jeder Schüler einen „eigenen“ Baum fällen. Für viele war es die erste „wirkliche“ Waldarbeit, die natürlich auch einige Herausforderungen mit sich brachte. Aber dank der sehr kompetenten und stets gut gelaunten Betreuer und ihrer professionellen Anleitung gab es ein hervorragendes Arbeitsklima und der Lernerfolg war ein sehr großer.

Am Abend waren alle stolz, aber auch erleichtert, die Herausforderungen so gut bewältigt zu haben, die einen gingen ins Kino, die anderen in eine Pizzeria, wo sie den Tag gemütlich ausklingen ließen.

Das Baumsteigen will gelernt sein ...Am dritten Tag, der auch schon der letzte sein sollte, ging es am Vormittag ein letztes Mal in den Wald, um das Gelernte noch einmal zu üben und zu festigen.

Nach dem Mittagessen erklärte auf einer Exkursion der Direktor der forstlichen Ausbildungsstätte Prof. Dipl. Ing. Dr. Jirikowski den Schülern, anhand welcher Kriterien man den „Gesundheitszustand“ eines Waldes beurteilt, Laubholzaufforstungen und Nadelwälder wurden genauer unter die Lupe genommen. Zum Abschluss gab es noch eine Einführung in die Waldpädagogik und die Besichtigung eines Nasslagers in der Nähe des Traunfalls, wo eine neue Methode der längerfristigen Holzlagerung getestet wird.

Danach traten die Schüler die Heimreise an und alle waren sich einig, der Forstkurs war eine sehr informations- und lehrreiche Veranstaltung, bei der neben der Theorie vor allem auf Praxis sehr viel Wert gelegt wurde und bei der auch der Spaß nicht zu kurz kam. Es ist nur schade, dass er diesmal mit nur drei Tagen leider sehr kurz ausfiel.