| Besuch aus dem Kongo |
|
|
|
| Geschrieben von: Nöbauer Josef | |||
|
Im Juni sammelten sechs Klassen der hlfs St. Florian 2.233 Euro für ein Landwirtschaftsprojekt in der Demokratischen Republik Kongo. Diese Summe wurde durch Herrn LR Dr. Josef Stockinger im Rahmen der Aktion “Fair Play“ verdoppelt. Dank dieser Hilfe erhalten nun 90 Bauernfamilien in der Region Plateau Bateké Saatgut und Werkzeuge für den Start ihrer eigenen kleinen Landwirtschaft. „Ich möchte mich im Namen der Familien im Kongo, die von eurer Hilfe profitieren, ganz herzlich für euer Engagement bedanken. Eure Großzügigkeit ist ein Zeichen der Solidarität und der Verbundenheit mit Menschen, die unter sehr schwierigen Bedingungen leben“, meinte Abbé Bruno Nzungu Nzanga während der Schulführung. Beim anschließenden Treffen in Hofkirchen mit Direktor Hubert Fachberger, Elternvereinsobmann Rupert Zittmayr, Schülervertreter Stefan Eder und Josef Nöbauer, dem Organisator des Hilfsprojektes, informierte Abbé Bruno näher über die Situation in seinem Heimatland.„Unsere Regierung unterstützt Bauernfamilien in keinster Weise, sie sind ganz auf die Hilfe der Kirche und des Auslandes angewiesen. 80 Prozent der Menschen im Kongo leiden an Unter- und Mangelernährung. Dabei sind wir ein an Rohstoffen und natürlichen Ressourcen reiches Land. Doch unsere Reichtümer werden durch eine korrupte politische Elite und westliche Konzerne ausgebeutet. Die Bevölkerung hat nichts davon.“ berichtete Abbé Bruno weiter. Verschlimmert wurde die Situation laut Abbé Bruno durch den „3. Weltkrieg“, der von 1998 bis 2003 im Kongo wütete und an dem acht afrikanische Länder beteiligt waren. 5 Millionen Menschen verloren ihr Leben, soziale und landwirtschaftliche Strukturen wurden zerstört. Nun muss die junge Generation erst wieder lernen, nachhaltige Landwirtschaft mit verbessertem Saatgut und Anbaumethoden zu betreiben. Sechs Angestellte, alle Absolventen von landwirtschaftlichen Hochschulen, leben unter der Woche am Plateau Bateké und begleiten und schulen 200 Bauernfamilien. Durch diese Unterstützung konnte bisher die Ernährung von 1.600 Menschen, davon 1.200 Kinder, nachhaltig gesichert werden. „Ich unterstütze solche Hilfsprojekte an der Schule sehr gerne weil es mir wichtig ist, dass wir immer wieder einmal über unseren eigenen sehr engen Tellerrand hinausschauen“, so Direktor Fachberger. Die Chancen stehen also gut, dass bald zwei seiner Schüler der Einladung des Caritasdirektors zu einem Praktikum in Kinshasa nachkommen werden. „ Das wäre mein großer Wunsch“, meinte Abbé Bruno zum Abschluss des Treffens, „wir können sicher viel voneinander lernen und in Zeiten der Globalisierung ist es wichtig, offen für Neues zu sein.“
|
|||
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 12. September 2010 um 21:47 Uhr |








Abbé Bruno Nzungu Nzanga, Direktor der Caritas Kinshasa, besuchte die hlfs St. Florian, um sich für die Unterstützung eines seiner Projekte zu bedanken.